Technik allein macht´s nicht.

Schon früher war man sich einig: Die damals vielfach verteufelte E-Mail-Kommunikation könnte niemals die Wirkung eines persönliches Gespräch erreichen. Heute führen wir diese Diskussion zur Nutzung sozialer Netzwerke und den Einsatz virtueller Konferenztools.

Vielen fehlt es hier an persönlicher Nähe, an Spaß, an zwischenmenschlichem Austausch und kreativer Zusammenarbeit. Meetings, Seminare und Workshops, dringend notwendige Absprachen unter Kollegen oder das energiegeladene Gespräch mit Kunden verlieren im virtuellen Raum an Emotionalität, Produktivität und Effektivität.

Keine Mail ersetzt das persönliche Gespräch.

Das galt zumindest bis zum Frühjahr 2020.

Die Pandemieauflagen wie auch die Digitalisierung verlagerten vormals routinierte Kommunikationssituationen zunehmend in den virtuellen Raum. Zahlreiche Anbieter und Unternehmen sind seit März dieses Jahres in kürzester Zeit gezwungen worden, ihre Weiterbildungen und Meetings pandemiebedingt auf Online-Sitzungen umzustellen.

Diese kurzfristige Umstellung auf digitale Kommunikationskanäle erforderte Nachrüstung in der Technik. Darüber hinaus veränderte sie die Organisation von Meetings und Veranstaltungen. Doch Inhalte, Aufbau, Methodik, Didaktik und Rhetorik blieben zumeist dieselben.

Was analog über Jahre professionalisiert wurde (Führungskommunikation, Mitarbeiterkommunikation, Kundenkommunikation etc.) verliert plötzlich an Qualität, da Online-Sitzungen bei vielen Teilnehmern nicht die gleiche Wirkung entfalten wie die Interaktion einer Präsenz-Veranstaltung. Dabei geht es Mitarbeitern, Kunden wie auch Seminarteilnehmern nach wie vor um

  • Informations-& Wissensvermittlung
  • Interaktion & Austausch
  • Beziehungsaufbau &-pflege

„So macht das keinen Spaß!“

schimpfte kürzlich ein Anwender in einem Online-Seminar: „Frontalunterricht mit Folie vorm Gesicht ist einfach nur anstrengend!“ Recht hatte er. Stundenlang starren wir überwiegend schweigend auf unseren Bildschirm. Die direkte Kommunikation mit Teilnehmern, der Austausch in der Pause – all das was Seminare oder Mitarbeitermeetings eigentlich so wertvoll macht – kommt dabei zu kurz.

So sind bspw.  auch Mitarbeitermeetings nicht mehr so lebendig, kreativ oder produktiv wie zuvor. Grund hierfür ist die Reduzierung der Kommunikation auf eine rein technische Ebene – Sinne und kognitive Fähigkeiten werden nur mangelhaft bedient.

Wär´s einfach, könnt´s ja jeder.

Anlass zu neuen Ansätzen gab uns ein Kundenauftrag: So beschäftigten wir uns in den vergangenen Monaten mit einem alternativen, virtuellen Messekonzept und folgten der Frage: Wie schaffen wir es, erfolgreiche Gesprächssituationen wie das einer Produktvorstellung in den virtuellen Raum zu übertragen? Folglich arbeiteten wir u.a. Kernelemente zwischenmenschlicher Interaktion heraus, die allein durch den Einsatz von Technik (siehe Verlagerung von Vorträgen in Online-Plattformen) nicht abdeckt werden können.

Ein einfaches Beispiel hierfür ist das Teilen von Folien, bei denen man den Referenten nur noch im kleinen Fenster sieht – in der analogen Welt würde dieser neben dem Beamer oder dem Flipchart stehen bleiben und permanent sichtbar sein bzw. Augenkontakt halten. Der Zuschauer könnte mit den Augen seinen Händen folgen.

Ein weiteres Beispiel: Der Hinweis auf das Beantworten von Fragen am Ende der Präsentation in Online-Seminaren kommt in der analogen Welt einem „Ruhe! – Bitte stellen Sie sich nach meinem Vortrag hinten in die Schlage!“ gleich. Das sind nur zwei einfache Beispiele, wie wir virtuell unbewußt soziale Interaktion unterbinden.

Genauso drängt eine zu professionelle, aufgesetzte, unnatürliche Kommunikation den Teilnehmer in eine passive Zuschauerhaltung: beobachtend, abwartend, staunend oder auch gelangweilt lassen wir den Entertainer am Bildschirm allein in seiner Show wirken. Von Zusammenarbeit und Interaktion sind wir dann weit entfernt.

Wie KMU die Krise zur Chance machen können.

Medialisierte Kommunikation ist also nicht gleich persönliche Kommunikation, ist nicht gleich soziale Interaktion. Mit dem Umstieg in die virtuelle Welt steht immer noch der Mensch und seine individuellen Bedürfnisse im Vordergrund. Schließlich sind wir keine Roboter, reagieren nicht „rational“ auf Impulse, oder nehmen Daten eins zu eins auf. Unsere Wahrnehmung ist eingeschränkt, fokussiert und emotional beeinflusst.

Aber genau das macht es lebendig! Denn: Jede Organisation, jedes Team, jeder Akteur hat seine eigene, ganz individuelle Art, Informationen zu vermitteln und sich auszutauschen. Diese eigene Kommunikationskultur macht eine Gesprächssituation erst spannend, den Zuhörer aufmerksam und interessiert – sie läßt neue Beziehungen entstehen.

Wer bislang analog großen Wert auf ein gutes Beziehungsmanagement gelegt hat, ist jetzt klar im Vorteil: Hat sich das Unternehmen in den vergangenen Jahren bereits nachhaltige Verbindungen zu Lieferanten, Kunden und Mitarbeitern aufgebaut, kann es jetzt die Früchte seiner Arbeit säen.

Doch Vorsicht: auch hier herrscht langfristig Nachholbedarf. Denn Beziehungen leben von zwischenmenschlichem Austausch, von Feedback, von Emotion und Information. Allein die technische Umstellung bindet nicht ewig, sondern zehrt begrenzt von dem, was zuvor an sozialen Beziehungen aufgebaut wurde. Nach und nach stellt sich wieder Distanz ein …

Was, wenn wir unsere kommunikativen Stärken in den virtuellen Raum mitnehmen könnten?

Neue Rahmenbedingungen brauchen auch neue Methoden.

Unsere Beobachtungen und Erkenntnisse der vergangenen Monate übertrugen wir in die Unternehmenskommunikation und hinterfragten sie für verschiedenste Anlässe in Betrieben wie z.B. den Mitarbeitermeetings, Kundengespräche, Produktvorstellungen auf Messen oder Workshops und Seminare zur Weiterbildung.

Unser Learning: es braucht einerseits betriebs-individuelle Konzepte, die der hauseigenen Kommunikationskultur folgen, denn erst diese hat das Unternehmen in seiner Positionierung, Mitarbeiter- und Kundenbindung so erfolgreich gemacht.

Andererseits braucht es methodische Hilfsmittel, um Teilhabe & Teilgabe, Wahrnehmung & Wirkung sowie den Beziehungsaufbau zu unterstützen. Die Herausforderung in der Transformation zum virtuellen Austausch besteht somit nicht nur technisch-organisatorisch: auch sprachlich, rhetorisch, psychologisch und didaktisch braucht es neue Herangehensweisen.

 

Wie wir aus anstrengenden Online-Meetings lebendigen Austausch machen.

Die neuen Rahmenbedingungen erfordern einen Anpassungsprozess, sonst bleibt die Kommunikation des Unternehmens langfristig auf der Strecke. Hier ist Knowhow gefragt, denn jedes weitere langweilige Meeting und jeder weitere Versuch, Mitarbeiter durch Experimente an Veränderungen heranzuführen, belastet die bestehenden Beziehungen.

Sie suchen dazu den Austausch? Gern! Lassen Sie uns darüber reden, wo die konkreten Bauchschmerzen in Ihrem Unternehmen liegen und wo Sie dringenden Bedarfsehen. Was läuft online einfach nicht so gut wie früher?

Wir wissen nicht für alles eine Lösung, aber wir können Ihnen dabei helfen, bestehende Herausforderungen – angefangen bei der Klärung organisatorischer Fragen über die technische Planung & Umsetzung bis hin zur Berücksichtigung psychologischer Hürden im Online-Vertrieb meistern:

  •  Anpassung bestehender bzw. Entwicklung neuer Konzepte für Ihre wichtigsten Gesprächssituationen im virtuellen Raum
  • Übersicht und Auswahl geeigneter Tools, Integration von Schnittstellen, Vernetzung von Anwendungen, Akteuren und  Daten
  • Festlegung kollaborativer Abläufe und Prozesse, Datenablage, Rollenverteilung
  • angepasste Rhetorik im virtuellen Umfeld: Sprechen vor der Kamera, Einbindung & Aktivierung, Verkauf, Moderation & Präsentation
  • Interaktive Darstellung von Inhalten und Ergebnissen der Austauschprozesse

Da Face-to-Face nicht möglich ist, machen wir das – wie sollte es anders sein?- auch gern online.

... planen wir den nächsten Schachzug.

Wenn unser Wissen für Sie nützlich ist, stehen wir Ihnen beratend, begleitend und befähigend bei der Konzeptentwicklung und Umsetzung zur Seite:

1) Gemeinsam identifizieren wir daher zunächst, welche Situationen, Prozesse und Akteure wir aus der analogen Welt in den virtuellen Raum überführen können.

2) Wir suchen nach Erfolgsfaktoren: Was brauchen unsere jeweiligen Gesprächssituationen, um produktiv, kreativ oder effektiv zu sein? Wo liegen Ihre ganz individuellen Stärken?

3) Wir erstellen gemeinsam Konzepte, Storyboards, Leitfäden und Arbeitsvorlagen, um Ihre Online-Kommunikation mit Kunden, Mitarbeitern und Partnern auch virtuell wieder wirkungsvoll zu gestalten.

4) Wir zeigen Ihnen passende Methoden und digitale Werkzeuge, mit deren Hilfe Sie auch im virtuellen Raum lebendig, souverän, professionell und spielerisch kommunizieren, Aufmerksamkeit erhalten, Interaktion fördern und Kreativität hervorbringen.

5) Wir üben mit Ihren Mitarbeitern ganz nebenbei und spielerisch den sicheren Umgang mit Tools, Apps, Werkzeugen, Boards etc. und bringen den Spaß an der Arbeit zurück ins Team.

Wie Sie sich nicht nur Knowhow sondern auch finanzielle Unterstützung sichern.

Unsere Beratungsleistung zur Digitalisierung von Kommunikationsprozessen ist übrigens für KMU förderfähig. Wir informieren Sie gern zu den Möglichkeiten und unterstützen bei der Antragstellung und Abwicklung mit dem Fördermittelgeber. Doch das passiert ganz nebenbei…

Gemeinsam konzentrieren wir uns in erster Linie ganz auf die Transformation Ihrer Kommunikation in die virtuelle Welt!

Sie haben Fragen? Wünsche? Immer her damit! Hier können Sie sich mit uns direkt austauschen und weitere Informationen zum Ablauf erhalten.